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Sieben Rila-Seen

Sieben Rila-Seen

Die Sieben Rila-Seen sind unbestritten eine der meist beeindruckenden Natursehenswürdigkeiten der Balkanhalbinsel. Ein zauberhafter Ort, der man gesehen haben muss. Ihre Schönheit zieht nicht nur Tausende in- und ausländische Touristen an. Die Sieben Rila-Seen liegen im Damka-Teil des nordwestlichen Rila-Gebirges. Die Seen eiszeitlicher Herkunft sind stufenartig in einem großen Kar gelegen, das von den Bergen Suhi Chal, Otovishki Wrah und Haramia umgeben ist. Jeder See hat in Abhängigkeit von seiner Form und Besonderheit einen Namen. Der höchstgelegene See ist die „Träne“ (Salsata). Seinen Namen verdankt er seinen kristallklaren Wassern. Er liegt auf einer Höhe von 2.535m über dem Meeresspiegel unterhalb des Otovishki Wrah. Diesem folgt das „Auge“ (Okoto) – mit 37,5m der tiefste der Sieben Rila-Seen. Charakteristisch für ihn sind seine ovale Form sowie seine tiefblaue Farbe bei schönem Wetter. Das „Auge“ wurde von Tauchern zu Forschungszwecken erkundet. Unter ihm gelegen ist die „Niere“ (Babreka). Den See betrachtend, kommt man zu dem Schluss, dass es für den 8,5 ha großen und von steilen Felsenufern umgebenen See wohl keinen treffenderen Namen geben könnte. Als Nächstes folgt der „Zwilling“ (Bliznaka) – ein breiter, in der Mitte verengter See gleich einer Sanduhr, der in wasserarmen Jahren zu zwei kleineren Seen austrocknet, woher auch sein Name kommt. Weiter unten befinden sich das „Dreiblatt“ (Trilistnika) und der Fischsee (Ribnoto Ezero), an dessen Ufer sich die Berghütte „Sieben Rila-Seen“ befindet. Der mit 2.095m über dem Meeresspiegel tiefstgelegene See ist der „Untere See“ (Dolnoto Ezero). Hier nimmt der Dzherman-Fluss seinen Anfang. Alle Seen sind durch schmale Engen miteinander verbunden.

In einigen der Seen gibt es Forellen und Elritzen, im Großen und Ganzen ist jedoch die Biovielfalt aufgrund des kalten Gebirgswassers recht spärlich. Die Seen werden durch Schmelzwasser und Regen gespeist.

Das Großereignis auf dem Gebiet der Sieben Rila-Seen ist das alljährliche Treffen der Anhänger der weißen Bruderschaft – der Danovisten – am 19. August. An diesem Tag beginnt für die Danovisten das neue Jahr, das sie mit ihren typischen Ritualtänzen (Panevritmi) am Ufer des Nieren-Sees begrüßen. Für die Danovisten ist das Rila-Gebirge heilig, weswegen alljährlich Tausende hierher strömen, um genau hier den Sonnenaufgang zu erleben.


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